FAQ1

Hier finden sie eine kleine Sammlung der meistgestellten Fragen zum Thema Segelfliegen mit der jeweiligen Antwort.

 

WIE FLIEGT EIN SEGELFLUGZEUG?

Segelflugzeuge brauchen zum Fliegen keinen Wind. Sie fliegen auch – und genauso gut – wenn es windstill ist. Beim Start wird das Segelflugzeug durch eine Winde oder ein Motorflugzeug auf eine bestimmte Höhe gebracht. Anschließend fliegt es auf einer schwach nach unten geneigten Bahn. Dabei muss es für seinen Gleitflug ständig etwas von seiner Ausgangshöhe opfern. Das Segelflugzeug setzt seine Flughöhe in Flugstrecke um – solange, bis die Höhe verbraucht ist und das Flugzeug landen muss. Moderne Segelflugzeuge erreichen spielend 250 km/h. Der Höhenweltrekord liegt bei 14.000 Metern, die weiteste geflogene Strecke bei 3008 km.

 

 

WIE KOMMT ES, DASS SEGELFLUGZEUGE VIELE HUNDERT KILOMETER FLIEGEN KÖNNEN?

 

Während des Gleitfluges versucht der Segelflieger Thermik zu finden. Thermik ist von der Sonneneinstrahlung erwärmte Luft, die vom Boden aufsteigt. Diese aufsteigende Luft nutzt der Segelflieger. Durch ständiges Kreisen bleibt er innerhalb des Aufwindes und klettert mit ihm. Beim Streckenflug gleitet er dann abwärts zum nächsten Aufwind, gewinnt dort wieder Höhe, gleitet zum übernächsten usw. Manche Segelflugzeuge besitzen einen Klappmotor, den sie ausfahren können, wenn die Thermik zu schwach ist um den Heimatflugplatz zu erreichen.

 

 

WIE FUNKTIONIERT DIE AUSBILDUNG?

Die Ausbildung zum Segelflugzeugführer kann man schon mit 14 Jahren beginnen, den Flugschein kann man mit 16 Jahren erwerben. Sie besteht aus Theorie und Praxis. Theorieunterricht findet im Winter statt, im Sommer wird die Praxis in Form von Schulflügen mit Fluglehrer durchgenommen. Im Laufe der Ausbildung muss der Schüler drei Prüfungen ablegen, die je eine theoretische Überprüfung und drei Prüfungsflüge erfordern. Sie werden in der Reihenfolge A-, B- und C- Prüfung genannt. Die „praktische A“ ist einer der wichtigsten Augenblicke für den Flugschüler: hier fliegt er das erste mal alleine. Hat der Schüler die Ausbildung abgeschlossen und alle Voraussetzungen erfüllt, findet die eigentliche Prüfung statt. Hierbei werden die gesamten theoretischen und praktischen Kenntnisse überprüft. Sind diese letzten Hürden genommen, ist der Kandidat Besitzer der Privatpilotenlizenz (PPL- C). Die Ausbildungszeit dauert im allgemeinen zwischen zwei und vier Jahren.

 

 

IST SEGELFLIEGEN TEUER?

Nein. Wer sich engagiert an den anfallenden Vereinsarbeiten beteiligt, fliegt günstig. Für Jugendliche und Studenten haben die meisten Vereine außerdem Sondertarife, durch die das Fliegen sehr preiswert wird. Hier finden Sie einen Link zu unseren aktuellen Preisen.

 

 

WO KANN MAN SEGELFLIEGEN LERNEN?

Zunächst einmal in allen 900 Segelflugvereinen des Deutschen Aero Clubs (natürlich auch bei uns). Daneben gibt es gewerbliche Flugschulen. Die Ausbildung in den Vereinen ist etwas zeitintensiver, was nicht unbedingt ein Nachteil sein muss, wenn man bedenkt, was noch „gratis“ geboten wird: Mit Sicherheit einiges an Gemeinsamkeit, Geselligkeit und Teamgeist, aber auch die mögliche Erweiterung von Allgemeinwissen und praktischen Handfertigkeiten. Zügiger, allerdings etwas teurer, verläuft die Flugausbildung an den Flugschulen, an denen feste Kurse angeboten werden. Auf die Luftfahrerscheinprüfung, die vor einem amtlichen Prüfungsrat abgelegt werden muss, hat der Ausbildungsweg Flugschule oder Vereinsschulung keinen Einfluss. Besuchen Sie doch einfach einen Segelflugplatz in Ihrer Umgebung und sprechen Sie einen Segelflieger an. Man wird Ihnen gern weitere Auskunft geben.